Lacarian on the rocks

Das hätte es werden sollen. Denn für den gestrigen Samstagabend stand Eislaufen in Hamburg auf dem Programm. Mit Jamie, Jan und Becki machen wir das eigentlich regelmäßig einmal im Jahr. Im letzten Jahr haben wir das nicht geschafft und so haben wir uns in diesem Jahr verabredet. Dummerweise spielte das Wetter nicht mit. Es regnete den ganzen Tag und die Aussichten für den Abend waren auch nicht besser. Und so disponierten wir kurzerhand um und verabredeten uns stattdessen im Museum für Kunst und Gewerbe. Ja, das klingt jetzt nicht mal annähernd so aufregend wie Eislaufen, aber es gab eine Videospiel-Ausstellung zu bestaunen. „Game Masters“ hieß die und versprach die Geschichte des Videospiels, von Automaten mit Joystick und zwei Knöpfen (kenne ich noch aus den Kneipenbesuchen mit meinem Vater, als ich noch klein war), über Klötzchengrafik (die Klötzchen wurden ja Jahr für Jahr immer kleiner) bis zu heutigen HD-, 3D- und virtual Reality-Spielen. Es gab Künstlerisches zu betrachten, man konnte ausprobieren und anderen beim Ausprobieren zuschauen.

Nun habe ich zu Videospielen überhaupt keinen Bezug – ganz im Gegensatz zu Jamie und meinem Freund. Ich ging also nur mal fix durch die Ausstellung und seilte mich dann mit Becki in die Buddhismus-Ausstellung ab. So war’s gedacht, aber dann waren die anderen plötzlich auch da. 😁 Und so durchstöberten wir diverse Ausstellungen in diesem wirklich großen Gebäude.  Wir hatten zwei Stunden Zeit, bis das Museum schloss. Das war eine wirklich gute Zeitspanne. Nicht zu lang, aber trotzdem so, dass man sich ein bisschen was angucken und auch mal woanders hingehen konnte.

Nach den zwei Kulturstunden gingen wir wie geplant über die große Straße, am Hauptbahnhof vorbei und geradewegs auf das Steakrestaurant zu. Ich hatte auch schon ziemlichen Kohldampf und freute mich ohnehin seit Tagen auf ein schönes saftiges Steak! Blöderweise war die Schlange, an deren Ende wir mitten im Regen standen, unglaublich lang. Bei diesem Schietwetter hatten wohl viele andere Leute den gleichen Einfall. Kurz wurde andiskutiert, ob wir nicht stattdessen zu einem Griechen gehen sollten, aber ich wollte mein Steak! Dann vielleicht am Jungfernstieg? Das haben wir dann gleich wieder verworfen, weil es da mindestens genauso voll sein würde wie am Hauptbahnhof. Glücklicherweise wussten wir, dass noch ein Steakrestaurant am Gänsemarkt ist. Wir stiegen also in die nächstbeste U-Bahn, die wir wenige Stationen später wieder verließen. Alle zurück an die Oberfläche, einen Umweg um eine Baustelle machen, mit knurrenden Mägen an der Ampel warten und dann hoffen und Daumen drücken, dass hier keine lange Schlange auf uns wartet.

Wir hatten Glück! Die Warteschlange war nur kurz und keine zehn Minuten später saßen wir an einem Sechsertisch, wurden von einem schnieken Garçon namens Philipp bedient (das Auge isst ja schließlich mit) und bekamen vielversprechende Speisekarten. Ich entschied mich für eine Apfel-Curry-Sellerie-Suppe vorweg, die das kulinarische Flussbett für das Steak bildete. Das Essen war wieder fantastisch und in der Gesellschaft von Freunden schmeckt alles gleich nochmal so gut. Nicht einmal auf das Dessert verzichteten wir, obwohl wir eigentlich schon ziemlich gut gesättigt waren. Aber den Chocolate-Lava-Cake konnte ich beim besten Willen nicht ungegessen zurücklassen!

Kugelrund und glücklich gefuttert fuhren wir gemeinsam mit einer S-Bahn wieder ab. In der Bahn nahmen wir Abschied und unseren Freunden und stiegen zu unserem Auto hinab, das uns über die spätabendliche Autobahn wieder nach Hause fuhr.

Wer glaubt, dass das genug Essen für ein Wochenende war, sollte lesen, was am nächsten Tag passierte…

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