Künstlicher Winterschluss

Der Winter hat uns in diesem Jahr komplett hängen lassen. Nicht, dass mich das stören würde. Aber so ein paar Winterhighlights fehlten dann doch. Bevor die Saison zuende geht, habe ich Becki und Jamie zusammengetrommelt und mit ihnen am gestrigen Samstag Schlittschuhe untergeschnallt. In der Parkanlage Planten un Blomen in Hamburg ist die Eisarena noch bis zum kommenden Sonntag geöffnet. Da blieb also keine Zeit mehr, auf Schnee zu warten. Bei 15 Grad waren wir auf dem Eis in durchaus noch guter Gesellschaft, während wir erst noch ein bisschen wackelig und dann nach und nach etwas sicherer unsere Runden drehten. Einer war dabei, der die ganze Zeit von zwei Begleitern gestützt werden musste, der Mann konnte auf den Schlittschuhen nicht mal aufrecht stehen. Im Gegensatz dazu präsentierten zwei junge Eiskunstläufer ein elegantes und schwungvolles Miteinander. Anderthalb Stunden auf dem Eis reichten uns dann aber, denn für den Anschluss stand ein Besuch im Steakhaus auf dem Programm. Unsere Mägen verlangten inzwischen ganz dringend nach einem guten Stück Fleisch, und so tauschten wir die Kufen wieder gegen bequeme Schuhe und stiefelten los. Die Sonne war inzwischen vom Mond abgelöst worden und hatte die Wärme des Tages restlos mitgenommen. Im Steakhaus war es dann zum Glück schön warm.

Dank des sonnigen Sonntages blieb ich heute nicht allzu lang im Bett. Ich hatte mir fest vorgenommen, den Balkon wieder herzurichten, nachdem er von Sturmtief Christian Ende letzten Jahres ziemlich verwüstet worden war. Die Katzennetz-Konstruktion, die ich erst im Sommer angebracht hatte, war zerstört und von mir nur notdürftig in der Truhe verpackt worden. Heute benutzte ich Bambusstangen, um das Netz erneut zu spannen. Das ist wichtig, denn unsere neugierigen und kletterwütigen Kater wollen auch ohne Aufsicht im zweiten Stock auf dem Balkon in der Sonne liegen. Ich war am frühen Nachmittag gerade fertig, da stellte unser Nachbar wie verabredet den Grill im Garten auf. Über mehrere Stunden und bis in die Dunkelheit hinein genossen wir den Frühlingstag, von denen es gern noch mehr geben darf.

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