Katzenjammer – Donnerstag

Es riecht nach Holz, als ich am Donnerstagmorgen meine Augen langsam öffne. Links neben mir die halbrunde Terrassentür, deren Vorhänge die Morgensonne zurückhalten, rechts neben mir schnauft mein schlafender Freund, der sich eine Novembergrippe eingefangen hat. Blind fische ich meine Brille vom weißen Nachtschränkchen und setze mich auf, schiebe die Bettdecke beiseite und stelle meine nackten Füße auf den kühlen Holzfußboden unseres kleinen Schlafzimmers im dänischen Ferienhaus. Müde und zerknirscht schleiche ich ins Bad und stelle fest, dass die Morgensonne den Vorhängen gar nichts entgegensetzen kann, denn sie hält sich hinter dickem dänischem Nebel versteckt. Das riesige Bad mit den dunklen Fliesen sieht ziemlich wüst aus, nachdem wir uns gestern Abend spontan entschlossen hatten, dem großen runden Whirlpool doch noch richtig einzuheizen. Jetzt liegen hier haufenweise Handtücher und Klamotten herum. Nachdem ich im Bad alles erledigt habe, was man im Bad halt so erledigt raffe ich die nassen Sachen zusammen und patsche barfuß zurück ins Schlafzimmer. Ich schnappe mir das bereitgelegte Outfit vom gepackten Koffer und kleide mich an.

Während ich in der offenen Küche das letzte Frühstück vorbereite, schlurft mein Freund ins Bad. Die Stimmung ist so trüb wie der graue Nebel, der das Haus umhüllt. Wir müssen unseren Aufenthalt hier früher als geplant beenden und werden in ca. einer Stunde die vierstündige Heimfahrt antreten.

Das Unglück nahm seinen Anfang bereits am Montagabend

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