Jammerlappen

:: poisson sans boisson est poison

mit diesem merksatz, der übersetzt « fisch ohne getränk ist gift » heisst, hat unser französisch-lehrer uns die drei ähnlich klingenden vokabeln eingetrichtert. gestern habe ich im eigenen leibe erfahren, dass er unrecht hatte. zu den jubiläumsfeierlichkeiten eines arbeitskollegen wurde ein cocktail gereicht, der aus gewöhnlichem kümmel und einem appetitsilt besteht. appetitsilt? diese kleinen eingelegten fische aus der dose? man stelle sich also ein kurzes glas vor, gefüllt mit dem klaren kümmel, obenauf fettaugen, darin der fisch. das getränk schimpft sich jammerlappen und nun weiß ich auch wieso. es ist widerlich, wenn der fettige fisch am ende der zunge die kehle im kümmel hinabschwimmt. brrrrrrrrrrr

die party war dennoch sehr lustig. der von der belegschaft einstudierte song war zwar etwas holprig, aber das tat der stimmung nur gut. gegen halb vier heute früh wankte ich nach hause, um gegen neun wieder aufzustehen…

:: u-bahn-ersatzverkehr

mit einem alten wehrdienstkameraden war ich heute zum mittagessen in hamburg verabredet. um neun verließ ich erstaunlich munter mein sonnenbeschienenes bett und machte mir ein kleines frühstück. kurz ein paar klamotten unters bügeleisen geworfen, ab in die dusche und um zehn war ich abfahrbereit. über die bundesstraße und die autobahn bis direkt zur u-bahnstation am tierpark. heute früh war dort irre viel los, weil viele leute das traumhafte wetter für einen zoobesuch nutzten. glücklicherwiese fand ich den einzig freien parkplatz weit und breit, in den nur mein winzig kleines auto hineinpasste.

mit dem tagesticket für die hamburger bahnen fuhr ich dann ein paar stationen. schon im radio nach dem aufstehen hatte ich erfahren, dass vor meiner zielstation am gleis gebaut wird und ich daher zwei stationen vorher auf den bus umsteigen musste. die organisation kann ich nur loben, das klappte wie am schnürchen. information, wegweiser, timing, alles perfekt. so kam ich eine halbe stunde vor der vereinbarten zeit am treffpunkt an und lief deshalb ein wenig durch die gegend. als ich zur haltestelle zurückkam wartete mein guter freund christian bereits. quatschend und lachend liefen wir ein gutes stück, besuchten den stadtpark, in dem bäume und sträucher zahlreiche knospen bilden und wo ziemlich viele menschen einen spaziergang machten oder jogger an uns vorüberhechelten. vorbei am planetarium mit seinem eindrucksvollen gebäude, über eine ziemlich windige wiese bis zu einem kleinen badesee, wo wir uns etwas ausruhten. inzwischen war es halb eins und unsere mägen machten sich endlich bemerkbar, als wir ein chinarestaurant in der nähe ansteuerten.
der rest des tages war sehr gemütlich und beinhaltete eine kleine rundtour, die die landungsbrücken, die mönckebergstraße und das alsterufer einbezog. gegen acht uhr abends war ich dann wieder zu hause und konnte endlich meine schuhe ausziehen. meine armen füße mussten heute ziemlich leiden. aber das macht nichts, es war ein herrlicher tag.

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