Jahreszeiten

:: frühling

es ist höchste eisenbahn für die schönste jahreszeit. zu lange schon lässt uns der frühling warten, auf das schönste grün, das bäume und sträucher zu bieten haben, auf das brummen von rasenmähern und den duft von frisch geschnittenem rasen. nachbarn, die mit harke und schaufel im garten hocken, um die frühlingsblumen von unkraut zu befreien und die roten zipfelmützchen der gartenzwerge vom winterschmutz zu reinigen. zu weit weg ist schon die erinnerung an die blühend-duftende krokuswiese im stadtpark, das knirschende geräusch von fahrrädern, die ebendort über die sandwege fahren und einander ein fröhliches ‚hallo’ zurufen. ich freue mich sogar auf regen, der nicht von eisigem wind begleitet wird und der vom frischen grün der wuchtigen kastanienbäume heruntertröpfelt, unter deren schützendes blätterdach man sich stellen kann, bevor sich die regenwolken wieder auflösen und den blick auf den blanken blauen himmel freigeben, von wo aus die sonne alles wieder trocknet.

:: sommer

‚so schmeckt der sommer’ – erinnert sich jemand an diesen langnese-song? ist schon eine weile her, länger sogar, als der letzte sommer daselbst. er erinnert mich an sonnenschein von morgens bis abends, an temperaturen, bei denen man alles an klamotten weglässt, was nicht unbedingt sein muss. und an eis natürlich. köstliches vanille-eis mit erdbeersauce, mmmmmmhh. sommer erinnert mich ausserdem an duftende pinienwälder und vor allem an ganz viel farbe. wenn erst die graue wolkenschicht zwischen uns und dem licht fort ist, dann macht auch das photografieren wieder mehr spass. sonnencreme und strohhüte fallen mir ein, blumenbeete, die mit dem gartenschlauch gewässert werden, hier und dort (vermutlich eher hier als dort) fahren landwirte mit riesigen maschinen die ernte ein.sommer erinnert mich an ferienlager und sommercamps, bei denen sich wildfremde menschen mit bestimmten gemeinsamkeiten treffen, um eine erinnernswerte zeit in der natur zu verbringen. lagerfeuer, gitarrenklänge, lange spaziergänge…

:: herbst

der kann mir erstmal gestohlen bleiben, auch wenn er zweifelsohne seine reize hat, wie zum beispiel farbenpracht in rot und gelb, wolken in zahlreichen violett-tönen und kraftvolle stürme, die die aufgestaute sommerhitze in den exodus befördern. außerdem ist es die zeit für pärchen, denn wenn es draussen langsam wieder kalt und ungemütlich wird, gibt es nichts besseres als einen lieben menschen, der einen wärmt.

:: winter

tja, der ist allgegenwärtig. als ich nach dem aufstehen heute früh aus dem schlafzimmerfenster blickte, war ich froh, dass die schneeberge der letzten wochen so gut wie weggeschmolzen sind. wenn ich jetzt aus meinem wohnzimmerfenster schaue, frage ich mich, wie lange der schnee, der gerade wieder in massen aus den grauen wolken fällt, diesmal bleiben wird. es wird kaum lange dauern – vielleicht eine halbe stunde, bis das gras wieder in eine weiße decke eingepackt sein wird und die streufahrzeuge mit ihren gelben blinklichtern ihr winterdepot verlassen müssen. dabei habe ich schon längst genug von der kalten jahreszeit. noch sieben tage bis zum frühlingsanfang… ob das klappt? vielleicht, wenn wir alle ganz fest dran glauben…!

 

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