Inspiration

Als ich heute früh meinen Blog öffnete, musste ich mir die Frage gefallen lassen, wieso ich seit einem Monat nichts geschrieben habe. Man könnte meinen, mein neuer Rechner wäre derart uninspirierend oder zum Schreiben schlichtweg ungeeignet. Tatsächlich aber war ich im Oktober einfach nur faul, habe meine Energie in den Job gesteckt (und frage mich jetzt: wieso??) und mit einbrechender Dunkelheit Race-Shuttles durch die PS3 gejagt. Die Zeitumstellung sorgte überdies dafür, dass ich abends früher umgefallen bin und das nasskalte Oktoberwetter machte den Fahrradfreuden den Garaus. Ich habe immerhin den Erkältungsviren meines Engels erfolgreich widerstanden *hust* obwohl ich am vorvergangenen Wochenende einer Freundin beim Umzug geholfen habe und dabei in der Frühmorgenkälte möbelschleppend schwitzte. Mein Chef hat derweil erneut für Unmut gesorgt, weil seine Führungsqualitäten wieder einmal irgendwo verschütt gegangen sind.

Und was nun? Urlaub! Ja, genau! Obwohl ich gerade erst über die Ferienhaus-Woche mit anschließendem Zoobesuch getextet habe, darf ich schon wieder einen zweiwöchigen Urlaub genießen. Man erinnere sich an die erste Jahreshälfte, in der Lacarian noch um seinen Job bangte damit keinen Urlaub für die zweite Jahreshälfte eintragen durfte. Dann durfte er den Job behalten und musste den plötzlich übriggebliebenen Resturlaub irgendwie auf das Jahr verteilen. Mit dem Verteilen hab ich’s nicht so und so liegen die freien Wochen so nah beieinander. Was soll’s.

Und nun? Wir haben Urlaub und keinen Plan, was wir mit der freien Zeit anfangen sollen… Just in diesem Moment säße mein Engel noch bei der Arbeit, wäre nicht am späten Vormittag die Gewerkschaft in das Großraumbüro gestürmt. Seitdem steht er nun draußen in der lausigen Kälte und darf nicht mehr arbeiten. Der Arme!Eigentlich wollten wir „spontan“ für zwei-drei Tage nach Kopenhagen fahren (weil wir schließlich schon so lang nicht mehr dort waren). Aber seit mein Engel die Hotelpreise gecheckt hat und feststellen musste, dass sie sich seit unserem letzten Aufenthalt nahezu verdoppelt haben, haben wir das Thema gemieden…

Gerade ist es sehr ruhig in unserer kleinen Altbauwohnung in der Marzipanstadt. Die beiden Kater schlafen irgendwo, draußen finden mal keine Bauarbeiten statt und das Aquarium hinter mir plätschert leise vor sich hin. Ich hatte ja früher schon ein Aquarium, in meiner Wohnung nahe der Stadt mit den Hochhäusern. Aber vor meinem großen Umzug habe ich sie meinem Bruder geschenkt. Am letzten Wochenende wollten wir einen Wasserfilter für den Trinkbrunnen der Kater kaufen, als ich an einem Musteraquarium vorbeilief. „Komplettpreis: 39,99“. Ich konnte einfach nicht widerstehen und warf meine Geizphase vorübergehend über Bord. Als wir den Laden verließen, war ich hundert Euro leichter… Der Filter für die Kater kostete 6,99 Euro. Natürlich blieb es nicht bei den ersten hundert Euro für das Becken, den Kies und die Deko. Irgendwo muss das Schmuckstück ja draufstehen. Also mussten wir leider, leider noch zu IKEA nach Hamburg. Zwei Stunden später und weitere hundert Euro blasser schleppten wir ein 4×4-Expedit in den zweiten Stock. Der Aufbau dauerte eine halbe Stunde, ebenso lang die Diskussion, wo genau wir das Aquarium aufstellen… Ich konnte mich durchsetzen, und jetzt steht es im Flur, wo es jeder sehen kann.

Heute Vormittag, nachdem ich meinen Engel zur „Arbeit“ gefahren hatte, kaufte ich die ersten beiden Fische. Sie sollen den Grund reinigen und das Ökosystem für die Bewohner vorbereiten, die in circa drei Wochen einziehen sollen.

 

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