HafenCity

Es ist schon hell vor den großen roten Vorhängen, als ich die Augen öffne. Ein Blick auf die Armbanduhr neben mir sagt, dass es erst halb sieben ist. Ich habe die Uhr noch gar nicht ganz weggelegt, da schlafe ich auch schon wieder.

Das Frühstück tut gut! Es muss etwa elf Uhr sein, als U. Brötchen und Cappuccino auf den Tisch stellt. Es ist schon jetzt unheimlich warm draußen. Nach dem Frühstück reiben wir uns gründlich mit Sonnenmilch ein und dann laufen wir los. Heute wollen wir uns die Hafencity ansehen. U. und W. waren schon dort und kannten sich daher bestens aus. Mit der S-Bahn ging’s bis zur Station Baumwall und von dort aus trugen uns die Füße über den flimmernden Asphalt. Nicht einmal am Wasser war es kühler. Zuallererst schauten wir uns die Baustelle der Elbphilharmonie an. Eindrucksvoll ist schon der Kaispeicher, der zu diesem Zwecke entkernt wurde. Obenauf werden noch viele Etagen mehr gebaut und das Ganze dann mit Glas verkleidet. Aber bis dahin fließt noch einiges an Wasser die Elbe hinab.

Hamburg | Elbphilharmonie (im Bau)

Die ganze Hafencity ist derzeit eine Baustelle. Überall entstehen neue Gebäude, neue Straßen und Plätze. Zwei große Terrassen sind schon fertig und auf der einen lassen wir uns bald nieder. Magellan-Terrasse ist der klangvolle Name eines vollständig durchdesignten Platzes mit geschwungenen Grünflächen, Sitz- und Liegemöglichkeiten und einen tollen Blick zur Elbphilharmonie. Aber das Allerbeste an diesem Platz ist – zumindest heute – der Eiswagen, der dort an der Straße steht.

Hamburg | HafenCity

Schleckend lassen wir uns im Schatten nieder, beobachten einen Modelfotografen, der ein paar in leichte Sommermode gehüllte Damen ablichtet und eins, zwei, drei schwule Pärchen, die händchenhaltend das fabelhafte Design bestaunen.

Wir verglühen fast, als wir an der Haltestelle auf den Bus warten, der uns wenigstens ein paar Stationen mitnehmen soll. Unser nächstes Ziel nämlich ist die Nikolaikirche. Es dauert sieben Minuten, bis der Bus um die Ecke biegt. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten, aber wir sind dankbar für jeden Meter, den wir nicht in der Mittagshitze laufen müssen. Inzwischen ist das Thermometer auf dreißig Grad geklettert.

Die Nikolaikirche ragt eindrucksvoll und düster vor uns in den blauen Himmel. U., W. und ich beschließen mit dem Panorama-Aufzug die 75 Meter auf die Aussichtsplattform zu fahren, während mein Freund lieber von unten nach oben guckt. Ein bisschen schwummrig wird uns schon, als wir rasend schnell nach oben gehoben werden, höher und immer höher. Als sich die Fahrstuhltüren öffnen und grelles Sonnenlicht hereinfällt setzen wir vorsichtig einen Fuß vor den anderen. Und dann haben wir einen atemberaubenden Blick über die Hansestadt! Wir sehen den Michel, das Rathaus, die Alster, den Hafen und die Speicherstadt mit der Baustelle, die einmal die Elbphilharmonie und die Hafencity werden soll. Einfach wunderschön!

Hamburg | HafenCity

Letzte Station unseres Aufenthaltes ist das Beany Bee’s. U’s Lieblingscafé in allen Rosaschattierungen ist ein wenig versteckt, aber der „Chai Latte Frappuccino“ ist eine leckere Abkühlung, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Nicht lange danach sitzen Engelchen und ich im klimatisierten Auto, verfahren uns und sind dann trotzdem bald auf dem richtigen Weg nach Hause, wo unsere Kater schon sehnsüchtig auf uns warten…

 

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