Große Erwartungen

Ich habe gerade aus nostalgischen Gründen in den letzten Jahren meines Blogs gestöbert, mich dabei auf die Jahresrückblicke beschränkt und bin dann fast vom Stuhl gefallen. Denn: 2013 habe ich keinen geschrieben! Dabei hat die praktische Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse regelrecht Tradition. Sie beschwört Bilder und Erinnerungen vor meinem geistigen Auge herauf, rührt mich zu Tränen oder bringt mich zum Lachen. Ich gelobe Besserung und werde in diesem Jahr wieder einen solchen Rückblick schreiben.

Wenn das so weit ist, wird hoffentlich meine aktuelle Verletzung auskuriert sein. Mein linker Daumen leidet seit ein paar Wochen an einer Entzündung im unteren Gelenk. Das ist jetzt nicht wirklich dramatisch, aber bei bestimmten Bewegungen doch schmerzhaft. Ich war schon zweimal beim Orthopäden und habe jetzt eine leichte Schiene und Krankengymnastik verschrieben bekommen. Wenn das in drei Wochen nicht besser ist, bekomme ich Spritzen – das muss unbedingt verhindert werden. Konsolenspiele müssen also erstmal ohne mich und meine Daumen auskommen…

A propos ohne: Wir bekommen mal wieder neue Nachbarn. Mulder und Scully haben sich nicht mehr so richtig lieb und verlassen das Nest unter unserem, wenn das Jahr zuende geht. Als sich die potenziellen Neuen die Wohnung angesehen haben, haben Engelchen und ich rein zufällig aus dem Fenster geblickt und sie gesehen. Sind anscheinend nicht viel älter als ihre Vorgänger und damit wieder einige Jahre jünger als wir. Wie jedesmal sind wir gespannt auf die beiden.

Gespannt bin ich auch auf morgen Abend. Das alljährliche Betriebsfest meiner Firma steht an. Ich bin ja der totale Betriebsfest-Muffel, weil ich mich bei solchen Veranstaltungen meistens gleich nach dem Essen zu fragen beginne, wann ich endlich nach Hause darf. Und so ist das letzte Betriebsfest, das mich zu solchen Gedanken hingerissen hat, auch schon acht Jahre her. In diesem Jahr feiert meine Firma allerdings in einer Bar, die nicht mal zwei Kilometer von meinem Zuhause entfernt liegt. Und im Gegensatz zu 2006, als ich neu im Betrieb war, kenne ich inzwischen deutlich mehr Kollegen. Sollte es mir dennoch langweilig werden, kann ich einfach die Kurve kratzen und bin im Nu daheim, ohne auf einen gecharterten Bus angewiesen zu sein, der in der Regel nicht vor ein Uhr in der Nacht fährt.

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