Flensburg

:: Urlaub

Endlich ein paar Tage frei! Ich bin immer noch bei meinem Schatz, als ich morgens aufwache. Es ist Montag und er schläft friedlich neben mir. Sein Kopf liegt auf meinem Arm und neben mir in der Küche höre ich Geräusche. Aber es ist noch dunkel draußen und in der Küche werkelt nur der erste, der aus diesem Haus heute zur Arbeit muss. Ich kuschle mich wieder an meinen Schatz und schlafe wieder ein. Als ich das nächste Mal aufwache ist es hell.

Ich stehe als erstes auf, springe unter die Dusche und will meinen Schatz dann aus dem Bett kitzeln, aber als ich zurückkomme, ist das Bett bereits gemacht und Gerd ist schon auf. Dann gibt es erst mal Frühstück, zusammen mit seiner Schwester, denn alle anderen sind bereits ausgeflogen.

:: Gartenarbeit

Um halb zehn sollte draußen auf dem Grundstück eine große frisch gepflanzte Hecke gewässert werden. Dazu war einer der umliegenden Landwirte mit einem Tank voller Wasser bestellt worden. Vorweg hatten wir drei die Aufgabe, einen Wall aus Erde aufzuschaufeln, damit das Wasser auch in die richtigen Bahnen floss. Also schnappte sich jeder eine Schaufel und dann ging es frisch ans Werk. Und wieder und wieder und wieder machte mein Herz diese rätselhaften Sprünge… In diesem Moment beschloss ich, bei meinem Arzttermin am Mittwoch ein Belastungs-EKG zu machen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Das Wetter war wieder traumhaft und für Ende Oktober viel zu warm. Mit T-Shirts bekleidet schaufelten wir die Erde auf, gerade rechtzeitig, bevor das Wasser kam. Der Damm hielt. Anschließend machten Gerd und ich uns wieder daran, Kühe von der Pferdeweide zu scheuchen und die Zäune zu flicken.

:: Reitunterricht

Reitunterricht

Um elf Uhr gab Gerd Reitunterricht. Dazu fuhren wir ein paar Orte weiter und wurden von seiner Reitschülerin erwartet, die noch die beiden Island-Pferde putzte. Ich setzt mich an den Reitplatz und schaute den beiden interessiert zu, schoss in aller Ruhe ein paar Photos und knuddelte das Pferd, das bei mir geblieben war. Island-Pferde haben vergleichsweise langes Haar.

Islandpony

Nachdem auch der Unterricht erledigt war, sprang mein Schatz unter die Dusche, machte sich fertig und dann fuhren wir nach Flensburg. Ich hielt unterwegs zum Tanken und dann ging es schnurstracks Richtung Norden. Als wir nach einer Weile in Flensburg ankamen ging die Parkplatzsuche los. Das war nicht einfach und wir brauchten den einen oder anderen Versuch, bis wir mein kleines Auto sicher und sogar ziemlich zentral abgestellt hatten. Gerd besorgte einen Parkschein und dann machten wir uns auf den Weg in die Fußgängerzone. Wir liefen durch die schöne „Holm-Passage“, besahen uns eine Vielzahl von Geschäften und bummelten ganz gemütlich durch die Stadt. Abends wollten wir spanisch essen gehen und so machten wir uns bei Tageslicht auf die Suche nach dem Restaurant, von dem uns seine Schwester schon erzählt hatte. Es war nicht schwer zu finden, Gerd hatte eine Wegbeschreibung im Gedächtnis.

Nachdem der Laden also gefunden war ging das Bummeln weiter. Ich kaufte mir ein neues Paar Schuhe und am Ende hatten wir einige Kilometer zurückgelegt. Die Einkaufsstraße ist sehr schön in Flensburg und die verwinkelten Gassen einen Besuch wert.

Irgendwann wurde es dunkel in der Stadt nahe der Grenze zu Dänemark und die meisten Geschäfte schlossen gegen sechs oder halb sieben ihre Pforten. Es wurde still um uns und kühl. Da wir unsere Füße schon deutlich spüren konnten machten wir uns schlussendlich auf den Weg zum Essen.
Wir erreichten das spanische Restaurant und belohnten uns für den schönen Tag mit einem kühlen Alsterwasser. Das tat gut! Das Essen danach bestand aus einem leckeren Vorspeisenteller mit allerlei Köstlichkeiten. Das allein war schon so reichhaltig, dass das Hauptgericht gar nicht mehr nötig gewesen wäre. Aber auch das schaffte ich, wenn auch nicht vollständig.

Nach dem Essen rückte der Abschied näher, leider, denn noch für diesen Montagabend stand meine Heimreise auf dem Plan. Etwas schwermütig (könnte aber auch am Essen gelegen haben) fuhren wir von Flensburg zurück in Gerds Wohnort. Ganz gemütlich ging es über die ruhigen dunklen Straßen und ich hielt irgendwann vor seinem Haus an und wir verabschiedeten uns

Ich hab das Wochenende sehr, sehr genossen, und auch wenn ich meinen Engel schon jetzt wieder vermisse freue ich mich schon auf das nächste Wochenende. Dann steht eine weitere Party an, und diesmal weiß ich sogar vorher davon!

 

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