FedCon XIV

puh. wieder zu hause. es ist schon montag und – gott sei dank – habe ich noch diesen einen tag frei, ehe die arbeit wieder losgeht! auf die vergangenen paar tage habe ich ein komplettes jahr gewartet und schwwwwwwwupps! sind sie schon wieder um.

die „federation convention“ ist ein jährlich wiederkehrendes begegnungs-ereignis, bei dem sich fans und stars des science-fiction- und inzwischen auch fantasy-genres treffen. wie bereits ein jahr zuvor zog es uns ins 500 km entfernte bonn, wo wir stars wie leonard nimoy, brent spiner, jolene blalock und kevin sorbo erwarteten.

:: hausaufgaben

am donnerstagmorgen verstaute ich hektisch die letzten dinge in meinem reisekoffer, in meiner tasche, in meiner transportbox und was weiß ich wo sonst noch – das gepäck sah nach drei-wochen-urlaub aus! pünktlich um 10 uhr fährt meine freundin „mk“ auf dem parkplatz vor unserem haus vor, die arme voller gepäck. bevor es losgeht sehen wir uns die aktuellste episode unserer lieblings-sci-fi-serie an, damit wir auf der „con“ unbedingt auf dem laufenden sind. nach dem mittagsessen kommt auch Nate dazu. sein gepäck lässt er gleich im wagen, denn damit geht es gleich los – vorausgesetzt, die ladekapazität reicht aus…!

:: himmelfahrt

mit vereinten kräften verstauen wir all das viele gepäck und uns selbst im roten peugeot 206 und sind kurz darauf auf dem weg. über hamburg, bremen, dortmund und köln lassen wir bei freier fahrt kilometer für kilometer hinter uns und fahren fünf stunden später in bonn ein, auf der suche nach dem campingplatz „genienaue“. durch einen straßentunnel in der innenstadt – blitz! das rote licht tauchte für den bruchteil einer sekunde wie aus dem nichts in der dunkelheit des tunnels auf und schrie mir ins gesicht: „50!!!“ so sagt bonn also „willkommen fremder“, na danke schön! zum glück bin ich nicht mal 60 gefahren.
den campingplatz haben wir dann relativ schnell gefunden – leider am arsch der stadt. der nächste bus erfordert einen ziemlichen fußmarsch, von der bahn mal gar nicht gesprochen. ursprünglich wollten wir den wagen beim zelt stehen lassen und die öffentlichen verkehrsmittel nutzen, weil es mit parkplätzen rund um das maritim hotel, wo die fedcon ausgetragen wird, zu solchen massenveranstaltungen immer schlecht steht, aber daraus wurde nichts, zumal es nach regen aussah. zunächst starteten wir eine kleine wanderung durch die gegend. wir hatten viel zeit, denn die veranstaltung begann ja erst am nächsten tag. die gegend ist nicht wirklich schön anzusehen. nichts, wofür es sich auch nur ansatzweise gelohnt hätte, die kamera zu zücken. irgendwann knurrte uns der magen – wir liefen gerade durch eine triste wohngegend und suchten nach einer möglichkeit, wieder in zivilisiertere gefilde vorzustoßen. letztlich landeten wir in einem kleinen chinesischen restaurant, ehe wir den rückweg zum zeltplatz antraten. zwei jungs, die neben uns ihr zelt aufgeschlagen hatten, waren nach bonn gekommen, um sich „rhein in flammen“ anzusehen, ein spektakel, das unter anderem ein bombastisches feuerwerk zu bieten hatte. nach dem, was ich bei enni gelesen habe, habe ich wirklich etwas verpasst, denn wir waren nicht dabei. vielleicht sollte ich im nächsten jahr nach bonn fahren, um mir das anzusehen.

:: freitag – tag 1

die nacht war alles andere als erholsam. nach dem schlafengehen erst bemerkten wir, dass der zeltplatz ein verkehrsknotenpunkt war. direkt unter einer einflugschneise ist der fluglärm bis in die späten stunden etwas hinderlich, nicht weniger als der lärm vorbeiziehender schiffe neben uns auf dem rhein und nicht weniger als die vorbeirasenden züge, deren lärm durch die stille der nacht noch von der anderen uferseite zu uns herüberdrang. wenn man gerade ein auge zugetan hatte, prasselte geduldiger regen auf das zeltdach und der wind rüttelte die blütenstände des kastanienbaumes, unter dessen schutz wir unser zelt aufgeschlagen hatten, auf das zeltdach. die temperatur fiel auf magere 7 grad und mit dem ersten tageslicht erwachten schlagartig und unüberhörbar alle vögel der umgebung.
etwas zerknittert begann also der erste morgen, bevor wir den verregneten zeltplatz hinter uns ließen und zum veranstaltungsort fuhren. etwas glück war schon dabei, als wir naiverweise auf den parkplatz vor dem hotel zusteuerten, in der hoffnung, vielleicht doch noch einen freien platz zu finden. was soll ich sagen, es fuhr gerade jemand weg und wir konnten den wagen knapp 100 meter vom eingang abstellen.

der erste star-auftritt, der uns interessierte, war gary graham um 14 uhr. uns blieb noch zeit und so fuhren wir mit der stadtbahn in die city, um uns ein wenig umzusehen und letzte besorgungen zu machen. nahe des hauptbahnhofes, mitten in einer einkaufsmeile, lieferten sich einige jungs ein beachvolleyball-match. überhaupt waren viele menschen unterwegs, nutzten sicher den brückentag für einen entspannten bummel.

:: gary graham alias ambassador soval in star trek – enterprise

endlich war es soweit. zurück in der hotellobby reihten wir uns ein, um unsere tickets abzuholen. um uns herum hatten sich fans wieder außerordentlich in zeug gelegt – im wahrsten sinne des wortes. maskierungen von der „einfachen“ starfleet-uniform bis hin zu ausgefeilten masken verschiedenster extraterrestrischer wesen aus unterschiedlichen sci-fi-universen gaben sich ein stelldichein. einige erkannten wir vom letzten jahr wieder.
gary graham spielte unter anderem in der fünften „star trek“-serie enterprise die wiederkehrende figur des vulkanischen botschafters soval, der die anstrengungen der menschen bei den ersten schritten in die tiefen des weltalls begleitet. für den 1960 geborenen graham war dies der erste auftritt auf einer fedcon und wie alle stars, die zum ersten mal dabei sind, war er überwältigt von der resonanz und von der wirkung, die diese einzigartige begegnung mit fans auslöst.

der nächste programmpunkt, der uns interessierte, war die opening ceremony am abend. während leonard nimoy und jolene blalock am nachmittag ihre autogramme vergaben, sahen wir uns gemütlich überall um und stöberten durch die merchandise-hallen.

:: eröffnung

pünktlich um 19 uhr begann die offizielle eröffnung der fedcon XIV. zum zehnten mal konnte die fedcon marc b. lee als zeremonienmeister gewinnen. der charismatische mann hat die veranstaltung hervorragend im griff, weiß mit fans und stars gleichermaßen umzugehen und bildet den dreh- und angelpunkt für die gesamten drei tage.

Der Zeremonienmeister: Marc B. Lee

:: jolene blalock alias subcommander t’pol in star trek – enterprise

nach der showreichen eröffnung hatte die hübsche jolene blalock ihren auftritt. sie ist zwei jahre älter als ich und besucht in diesem jahr ihre erste fedcon. dass es sie überwindung gekostet hat, sich ins fandom zu begeben, „verdankt“ sie einem irren stalker, der sie im letzten jahr verfolgte, ehe er verhaftet wurde. anders als die figur, die sie verkörpert, ist jolene eine zarte und schüchterne person und ihre nervosität war deutlich zu spüren. das machte sie sehr menschlich und brachte sie den fans noch näher. anders als ihr serien-konterfei ist sie ein sehr emotionaler mensch, und angesprochen auf die absetzung der serie enterprise kam sie auf die letzte episode und den abschied von ihren serien-kollegen zu sprechen. solche abschiede nach mehrjähriger zusammenarbeit sind stets sehr bewegend – für die fans und auch für die darsteller. jolene wurde von ihren gefühlen überwältigt und konnte auf der bühne ihre tränen nicht mehr verbergen, als sie erzählte, wie scott bakula (capt. j. archer) nach dem dreh der letzten episode ein letztes mal auf sie zukam um sich von ihr zu verabschieden.

:: brent spiner alias data in star trek – the next generation

mit brent spiner begann der auftritt der megastars der fedcon 2005! er besuchte die fedcon bereits das dritte mal und selten bekommt man einen so charismatischen menschen auf der bühne zu sehen. von nervosität keine spur, ein sympathisches ego, so groß wie der ganze saal maritim und ein packender auftritt. spiner hatte sein publikum von der ersten bis zur letzten minute auf seiner seite, trotz oder gerade weil er nie mit dem strom schwimmt und alles und jeden in frage zu stellen scheint. er weiß, wer er ist und was er kann. manch einer mag ihn für arrogant halten, ich halte ihn für einen grundehrlichen menschen, der sich vom showbiz nicht korrumpieren lässt und der seine richtung selbst bestimmt. diese eigenschaften und sein humor – mal simpel und glasklar und mal schwarz wie die nacht – machten ihn für jedermann zugänglich. auf die frage eines fans, wer innerhalb von „star trek“ sein lieblingsschauspieler sei, fing das publikum herzlich zu lachen und zu applaudieren an, denn wirklich jeder wusste, was seine antwort sein würde. es war wirklich ergreifend, wie sehr sich jeder im saal nach so kurzer zeit mit seiner art identifizieren konnte. spiner lächelte und meinte, dass wohl jeder hier gerade den selben gedanken gehabt hatte, woraufhin die frage um ein „mit ausnahme von ihnen selbst“ ergänzt wurde. spiners antwort war diplomatisch.

Brent Spiner

brent spiner war für mich der herausragendste stargast der fedcon, seine show war überwältigend und ich habe selten so durchgehend gelacht. man muss es wirklich erlebt haben!

um viertel nach zehn endete spiners auftritt und damit der erste veranstaltungstag und die nächste kalte nacht im zelt stand bevor. brrrrrrrrrrr.

:: samstag – tag 2

der nächste tag begann verteufelt früh. gegen acht uhr verließen wir unsere schlafplätze und parkten unseren wagen in hotelnähe. bereits um 10 uhr begann die erste vorstellung.

:: rick searfoss, spaceshuttle-pilot der nasa

ich bin froh, dass uns mk zu diesem auftritt überredet hat, denn einen echten spaceshuttle-piloten zu treffen ist ein ergreifenderes ereignis, als man sich zunächst vorstellt. seine berichte über seine missionen, die erfahrungen im all und ganz besonders seine eindrücke von unserem heimatplaneten von so weit oben waren sehr farbig und lebendig geschildert. die erlebten sonnenauf- und untergänge „hinter“ der erde müssen der wahnsinn sein, und bei einem gesamtaufenthalt von 939 stunden im weltall waren das sicher eine menge.

:: jolene blalock und dominic keating

beim ersten doppel-panel gaben sich zwei „enterprise“-stars die ehre. jolene blalock durften wir schon gestern erleben, heute trat sie gemeinsam mit dominic keating auf, der lieutenant malcolm reed auf der enterprise mimte. keating ist ganz anders als jolene blalock, er ist offensiv, lebhaft und liebt das rampenlicht und die show. jolene schien neben ihm zeitweise etwas unterzugehen. dominic besticht durch seinen britischen humor, der bekanntlich auch mal rabenschwarz sein darf und sparte nicht mit der einen oder anderen spitze gegen seine team-kollegen. für den abgewandelten titelsong seiner serie brauchte manch einer – insbesondere jolene – eine extra-portion humor, weil der text zuweilen ziemlich unter die gürtellinie ging.

Dominic Keating | Jolene Blalock

:: andrew j. robinson alias garak in star trek – deep space nine

spitzen ganz anderer art verteilte der darsteller des beliebten cardassianischen spions garak. seine fans mussten lange darauf warten, das gesicht hinter maske zu sehen zu bekommen, denn auch für andy robinson war dies die erste fedcon. robinson bestach weniger durch seinen humor als vielmehr durch seine offene und ehrliche art – und dadurch, „seinen mund nicht halten zu können“, was seine politischen ansichten betrifft. so lief das gespräch schnell auf die us-regierung und die auswirkungen auf die ganze welt hinaus, eine diskussion, die von vielen fans aufgegriffen wurde. seine offene art und sein mitgefühl für die nationen, auf deren boden die vereinigten staaten ihre kriege führten, machten ihn zu einem herausragenden element der veranstaltung. sein konzept passte in das gesamtkonzept von star trek, das sich schon immer mit der jeweils aktuellen weltsituation auseinandergesetzt und sie in vor uns liegenden jahrhunderten verarbeitet hat.

:: autogramme

für diese fedcon hatten wir uns bereits kurz nach der letzten veranstaltung im mai 2004 angemeldet und mussten feststellen, dass 927 personen dies bereits vor uns getan hatten. mit unseren teilnehmernummern 928 bis 930 kamen wir dennoch in der ersten autogrammsession an die reihe. unsere auswahl war leider sehr begrenzt, denn nur zwei der stars, die uns interessierten, vergaben die autogramme kostenlos. weil die tickets für fedcon und das drumherum jedoch nicht gerade wenig geld verschlingen, zahlten wir weder 50 euro für ein leonard-nimoy-autogramm und auch keine 40 euro für jolene blalock. der grund für diese preise war jedoch weniger die habgier der darsteller sondern vielmehr die extrem hohe nachfrage. allein die schlange für spock-darsteller nimoy schien endlos zu sein! wäre sein autogramm kostenlos oder auch nur halb so teuer gewesen, hätte sich wohl jeder der anwesenden eines geholt, denn mr. spock ist die star-trek-legende schlechthin.
so aber kamen wir schnell durch, ließen uns ein bild von andy robinson und eines von dominic keating signieren.

der nächste auftritt, den wir um keinen preis verpassen wollten, war ebendieser von leonard nimoy. bis dahin hatten wir noch eine menge zeit.

:: leonard nimoy alias mr. spock in star trek

rechtzeitig vor 20:15 uhr sicherten wir uns unsere plätze im saal maritim. um halb sieben sahen wir uns dort den alljährlichen costume contest an. die meisten der darbietungen waren gut gelungen. nach einer action-einlage eines stunt-teams ging es auch endlich los. der „grandfather of trek“ betrat die bühne unter standing ovations. leonard nimoy steht nicht unbedingt auf großen fan-rummel, das ist kein geheimnis. dennoch war der auftritt des 74-jährigen entspannt und von zahlreichen anekdoten geschmückt. geduldig stellte er sich den fragen der fans. 1966 verkörperte nimoy zum ersten mal den vulkanier spock. die rolle machte ihn weltberühmt. aber auch seine photographien sorgten für ruhm und bekanntheit. nimoy erzählte von einem spaziergang mit tom hanks, bei dem ein fan unbedingt mit hanks photographiert werden wollte. er drückte leonard nimoy die kamera in die hand und meinte: „mr. nimoy, sie sind doch photograph, würden sie das photo schießen…?“

ein superstar wie leonard nimoy wartet natürlich nicht darauf, dass ihm eine rauchwolke das ende seines panels verkündet. als er erschöpft war, verabschiedete er sich zunächst von den fans und beendete seinen auftritt, lockte damit marc b. lee auf die bühne, der durch das plötzliche ende so überrascht war, dass er ohne sein jacket erschien.

:: konzert james horan

ursprünglich gemeldet war james darren, der den holographischen 20er-jahre-entertainer vic fontaine in der „star trek“-serie deep space nine spielte. leider sagte er kurz vor der convention ab. ein konzert gab es dennoch, und zwar von james horan, der in mehreren „star trek“-serien auftrat. mir persönlich hat das konzert nicht sehr gefallen, weil mir james horan unsympathisch ist. er wirkt bemitleidenswert und einsam, wie jemand, der um ein wenig aufmerksamkeit kämpft. für mich wirkte er auf der fedcon verloren. wir hörten uns sein konzert dennoch bis zum ende an und ein paar songs gefielen mir doch.

James Horan

:: party-time

nach dem konzert stand in der hotelbar die party des wochenendes an. trotz des anstrengenden tages wurde dies von vielen con-besuchern angenommen und die tanzfläche erschien größtenteils zu klein. die stimmung war ausgesprochen gut, die musik lud zum tanzen und mitsingen ein, spätestens beim titelsong zu „enterprise“ stimmten alle mit ein. um mitternacht gab es von der menge ein geburtstagständchen für stephen furst, darsteller des vir cotto aus der serie „babylon 5“, der auf der fedcon seinen 50. geburtstag inmitten von fans beging.
die party ging total ab. zusammen mit anderen rockten wir auf der bühne song für song für song.
ganz in der nähe zu uns dreien fiel mir ein typ ins auge. er trug ein hellblaues hemd und sah irgendwie… süß aus. es gelang mir, für einen moment seinen blick zu halten und weil ich so guter stimmung war machte es regelrecht spaß, mit blicken zu flirten. dummerweise rutschte er bald darauf näher zu dem typen, der sich als sein freund entpuppte. wie ärgerlich für mich. man konnte fast neidisch werden, wenn man die beiden zusammen sah. aber schön fand ich’s, wie ungezwungen sie sich verhielten, so normal als wären wir auf einer schwulen party. es lebe die „star trek“-fangemeinde!
meinen zweiten „angriff“ startete ich auf der tanzfläche. der mann, der meine aufmerksamkeit erregte, trug ein kariertes hemd und war sehr attraktiv. ich signalisierte ihm subtil mein interesse und schon tanzten wir zusammen. zwei freunde, mit denen er dort war, nahmen ihn dann mit an die bar, um etwas zu trinken. ich behielt ihn im auge und etwas später wiederholten wir das ganze. es machte wirklich spaß und ich sah meine treffsicherheit bestätigt, was das erkennen von schwulen in einer menschenmenge betrifft. wiederum dummerweise erhielt ich dann von dem einen seiner begleiter die rote karte, als er sich als sein freund herausstellte. warum in aller welt tauchen die schwulen hier ausschließlich paarweise auf?!? aber egal, letztlich ging es ausschließlich um’s flirten, und das war doch durchaus erfolgreich.

:: sonntag – tag 3

der letzte tag begann für uns mit dem abbauen des zeltes. wegen des anhaltend schlechten wetters der letzten tage und nächte beschlossen wir, den trockenen moment nach dem aufstehen zu nutzen, um unsere sachen zu packen. es war ein ziemliches gematsche auf dem durchgeweichten rasenplatz und nachdem wir den zeltinhalt mehr schlecht als recht im wagen verstaut hatten fing es natürlich erneut zu regnen an. es gab jedoch schon kein zurück mehr und so entankerten wir das zelt so schnell es ging, verstauten die schlafkabinen und die aussenhülle und sammelten die vielen schmutzigen zeltheringe ein. gegen Mittag verließen wir den zeltplatz endgültig und fuhren zum maritim hotel, wo wir ein letztes mal diejenigen convention-besucher beneideten, die sich eines der zimmer für weit über hundert euro pro nacht leisten konnten. wir verbrachten den ganzen Nachmittag im saal maritim, denn unsere lieblingsstars gaben sich noch einmal die klinke in die hand. corin nemec, dominic keating mit gary grayham, andy robinson, brent spiner und leonard nimoy traten nacheinander bis zur closing ceremony auf.

zu diesem zeitpunkt musste ich mit dem photographieren schon sparsam sein, denn zum zweiten mal erreichte meine 128MB-memory-card ihr limit und auch der batteriestand wurde jetzt kritisch. letztlich hat beides gerade noch so durchgehalten, wobei ich von dem resultat meiner photos doch sehr enttäuscht bin. platz 929 bedeutete, dass wir einen rang recht weit hinten hatten und ich den vollen zoom nutzen musste, um die aufnahmen zu bekommen, die ich haben wollte. als ich den digitalzoom dazuschaltete – leichtsinnig wie ich bin – ging das natürlich vollends auf die qualität. schade.

closing-ceremony

die closing ceremony war wie schon im letzten jahr sehr bewegend und erweckte bei mir ein gefühl von traurigkeit, weil ich im nächsten jahr nicht dabei sein werde. wir hatten enorm viel spaß, haben viel gesehen, viel geld ausgegeben und freuen uns schon auf die dvd zur fedcon XIV, die im oktober erscheint. noch mal zelten werde ich aber wohl nicht, solange es sich vermeiden lässt. ich liebe die natur, aber nachts habe ich doch gern ein festes dach über dem kopf.

die rückfahrt nach der veranstaltung gestaltete sich weniger einfach als die anreise, denn wir steckten in mehreren staus fest und brauchten letztlich eine ganze stunde länger für die fahrt. als ich mitten in der nacht zu hause ankam und mein gepäck aus dem wagen lud goss es in strömen – wie sollte es auch anders sein.

dennoch, die schönen erinnerungen kann der regen nicht fortspülen und ich freue mich auf eine weitere fedcon – irgendwann, irgendwo.

respekt für diejenigen von euch, die bis hierher durchgehalten haben!

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