Februar

Fast wäre der Februar wie ein Jahr zuvor in meinem Blog schlichtweg vergessen worden, was mich zu der Frage bringt, was am Februar anders ist als an anderen Monaten.

Zunächst einmal habe ich im Februar Geburtstag. Das war immer schon so und wird voraussichtlich auch so bleiben. Nachdem ich im letzten Jahr gleich zweimal gefeiert habe, um so viele Freunde wie möglich zu beteiligen, habe ich dieses Jahr nur mit einem gefeiert: meinem. Das war zwar nicht besonders aufregend und ganz sicher auch nicht gesellig, aber genau das habe ich mir in diesem Jahr gewünscht: Alles. Nur keine Aufregung.

Jedes Jahr ist der Februar der Monat nach Januar, das ist ja nichts Neues. Im Januar allerdings steckt das Übel aller Wurzeln, denn er ist ungeheuer anstrengend! So sehr, dass ich einen ganzen Monat brauche, um mich davon zu erholen, während die Arbeit natürlich weitergeht. Da das Wetter im Februar üblicherweise noch im leidenschaftlichsten Winter steckt und auch in diesem Jahr mit Eis, Schnee und grauen Tagen zu beeindrucken versucht, trägt es nicht unbedingt zur Erholung bei. Ebenso wenig fordert es den Fotografen in mir heraus, Künstlerisches sucht man in der 2013-Ausgabe meines Blogs bislang nahezu vergeblich.

Aber weil der Februar langsam graue Haare bekommt und wir bereits eifrig mit dem März flirten, kehrt die Energie allmählich zurück. Die Tage sind mittlerweile wieder so lang, dass man fast vom Feierabend überrascht wird, weil es immer noch hell ist.

Heute habe ich die Europa-Rede des Bundespräsidenten angesehen. Selten hat mich ein deutscher Politiker mit dem Gesagten so beeindruckt und selten habe ich eine Rede gehört, in der so viel Inhalt und Balance steckte. Szenenapplaus und am Ende stehende Ovationen würdigen ein Meinungsbild, das die Vielfalt, die Sorgen und die notwendige Arbeit an Europa unter einen Hut bringt. Wer ein Stündchen erübrigen kann, sollte sich das ansehen.

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