Faxen dicke!

Ist es nicht erstaunlich, wie schnell manchmal die Zeit verfliegt? In diesen Tagen ist nichts wirklich Spannendes passiert. Der Blick in die Tagebücher ist ein fester Bestandteil meines Tagesablaufes geworden, jeden Abend sitze ich auf meinem blau-schwarz-gestreiften Schreibtischstuhl vor meinem Monitor, rechts daneben surrt der PC und eine Menge Papierkram vor mir bildet die bizarre Dekoration meines Schreibtisches.

Wenn nicht wie gestern Abend eine dicke Wolkendecke den Himmel draußen verhängt, scheint der Vollmond durch die Fensterscheibe direkt auf meine Finger, die entweder die Maus umklammern oder tausende Male auf die Tastatur drücken.

Draußen ist es sehr kalt geworden und eine kräftiger werdende Schneedecke liegt über meiner Stadt. Von hier oben habe ich einen ziemlich guten Überblick.

Am Mittwochnachmittag habe ich meine Kamera in meine Tasche gepackt, mich warm angezogen und bin raus ins Freie, um vielleicht ein paar interessante Motive zu finden. Schon die ersten Schritte in die Kälte ließen mich spüren, dass lange Unterwäsche nicht verkehrt gewesen wäre. Dennoch lief ich frohen Mutes drauf los. Meine Umhängetasche baumelte links an mir und ich steuerte auf das Au-Ufer zu, das nur wenige hundert Meter von meinem Zuhause entfernt liegt. Ich betrat den Sandweg, durchschritt die quietschende Eisenpforte und ging ein Stück am Ufer entlang. Links von mir lagen die kleinen und wirklich sehr verschiedenen Schrebergärten, rechts von mir lag das städtische Hausboot regungslos im kalten Wasser. Auf den leicht befrorenen Abschnitten des Gewässers tummelten sich ein paar Enten und schienen nur darauf zu warten, dass die neugierige Katze am Ufer einen Fuß auf die scheinbar tragende Fläche setzt.

Die Sonne war bereits dem Untergang nahe, aber ein Motiv wollte sich nicht so recht finden lassen. Vor mir der sandige Weg, auf dem das bisschen Schnee, das bis zum Nachmittag gefallen war, bereits von Fußgängern und Radfahrern gezeichnet war. Neben mir das Wasser, das durch die unregelmäßig am Ufer wachsenden Sträucher und Gräser zu erkennen war. Nichts, was wirklich meine Aufmerksamkeit erregte. Aber weil ich mir die Kälte nun schon angetan hatte, wäre es für meine persönliche Motivation fatal gewesen, mit leeren Händen heimzukehren. Also schoss ich ein paar Bilder.

Nur ein Baum im Winter.
Nur Rohre im Winter.

Als ich abends wie gewohnt durch ein paar Diaries blätterte, fing mein PC ganz angestrengt zu arbeiten an. Es dauerte eine ganze Weile, dann hatte er ein umfangreiches Update heruntergeladen, dass nun installiert werden wollte. Es hat ein paar Stunden in Anspruch genommen, bis das Update so weit erledigt war. Ungünstigerweise war danach nichts mehr wie es war. Mein Virenscanner musste neu installiert werden und die Firewall kommt seither gar nicht mehr zur Ruhe. Mein PC wirkt angespannt und gestresst, zuweilen müde und schlapp und hat irgendwie enorm an Leistungsfähigkeit eingebüßt – nicht erst seit dem Update.

Nun ist er inzwischen nicht mehr der jüngste seiner Gattung und ein Schrittmacher in Form zusätzlichen Arbeitsspeichers hatte vor wenigen Wochen nur für vorübergehende Linderung gesorgt. Für dieses Jahr stand eine Neuanschaffung auf dem Plan und wie immer, wenn ich gerade wieder mit diesem Gedanken spiele, habe ich einen verlockenden Werbeprospekt einer großen Computerfirma im Briefkasten. Angesichts der Umstände, die mein lieber alter PC mir jüngst wieder bereitet, habe ich diesmal nicht gezögert, ein für mich passendes Modell aus dem Prospekt ausgewählt und kurzerhand über das Internet bestellt. Wobei das jetzt so einfach klingt… der Bestellvorgang musste noch einmal wiederholt werden, weil mein Rechner mittendrin beleidigt abstürzte, als könne er damit meine Entscheidung, ihn zu ersetzen, beeinflussen…

Liefertermin ist der 04. Februar.

Das Abrufen der Bestellbestätigung per eMail nahm dann noch mal etwas Zeit in Anspruch und alle Zweifel, ob die Entscheidung, in ein neues Gerät zu investieren richtig war, sind verflogen!

* * *

Und – schwupps – ist Freitag… Ich wollte diesen Eintrag schon gestern veröffentlichen, aber dann habe ich eine lange eMail von einem lieben Menschen bekommen, und manchmal muss man einfach Prioritäten setzen. Heute schneit es noch viel mehr und es ist so hell draußen, dass es mich blendet. Aber ich find’s total schön. Alles wirkt so friedlich und aufgeräumt….

Noch drei Stunden arbeiten, und dann ist schon wieder Wochenende. Wahnsinn!!!

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