fast forward

Es ist typisch für den Januar, dass seine Tage in besonders hoher Geschwindigkeit zu verfliegen scheinen. Vielleicht liegt es an den kurzen Tagen, die umso düsterer wirken, je dicker die graue Wolkenschicht ist, die sie umspannt. Oder an der vielen Arbeit, die ein junges Jahr üblicherweise mit sich bringt. Sie macht, dass ich abends, wenn ich vom Büro heim geradelt bin, erschöpft auf unserer roten Couch zusammensinke, den Haushalt gern Haushalt sein lasse und mich in stumpfsinnige Reality-Shows flüchte, bei denen man getrost den Kopf und alles andere abschalten kann.

Heute Morgen – der Januar war schon fast rum – fuhr ich mit meinem anthrazitfarbenen City-Fahrrad über die Burgtorbrücke, als links von mir die Sonne aufging. Ich stoppte, zückte mein Smartphone und hielt es in die Richtung, in der das gleißende Licht aufstieg. Das Wasser unter mir, das unsere Altstadtinsel umschließt, wird allmählich von einer Eisschicht eingenommen, einem Zeugnis der kalten Tage, die mir langsam lästig werden. Es ist also wieder Zeit, sich auf den Frühling zu freuen, zu hoffen, dass sich die Krokusblüte im Stadtpark in ein paar Wochen entfalten wird und zwei oder drei Kleiderschichten überflüssig werden. Heute habe ich gerade erfahren, dass es in fünf Tagen, also am kommenden Mittwoch, ca. 15 Grad wärmer werden soll als heute. Das werden dann vielleicht wieder Frühlingstage im Eiltempo…

Morgen ist Wochenende und mein Freund und ich werden mit Becky und John ein bis zwei Hamburger Museen besuchen. Zur Auswahl stehen das Museum für Hamburgische Geschichte und eine Fotoausstellung in den Deichtorhallen.

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