Erinnerungen an den Januar

Smartphones können wirklich ein Segen sein – nicht nur in Notfällen. Sie speichern Erinnerungen, fast wie ein fotografisches Tagebuch, das einen unbemerkt begleitet. Nützlich. Heute zum Beispiel.

Am 5. Januar muss ich im Kino gewesen sein, denn auf dem Rückweg habe ich die Mühlentorbrücke fotografiert, die in einem scheußlichen Grün angeleuchtet wird.

Am 14. Januar habe ich mich für einen neuen Badminton-Schläger entschieden, weil meinem alten, der gleichzeitig mein erster war, die Saiten gerissen waren.

Ich besuchte eine Ausstellung am 24. Januar. Lübeck erhält ein neues Hotel, mitten in der historischen Innenstadt. Ich war sehr an den Wettbewerbsergebnissen interessiert. Es schneite, als ich am Nachmittag auf die Wallhalbinsel fuhr, wo die Ausstellung stattfand. (Schnee! Ein seltenes Phänomen in diesem Winter.) Die Wettbewerbsergebnisse hauten mich nicht unbedingt vom Hocker. Mit dem Siegerentwurf kann ich aber leben, auch wenn ich Bedenken habe, dass das neue Gebäude eine tote Seite ausgerechnet zur Straße hin bekommen könnte. Wie das? Es bekommt viele Fenster auf dieser Seite des Gebäudes. Die hintersten sorgen für Licht auf den Toiletten, werden also blind sein. Hinter den übrigen verbergen sich Personalräume. Ob man da reinschauen darf? Die werden vermutlich genauso blind. Damit ist diese Gebäudeseite tot. Aber wir werden sehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*