Entspannung

Mit müden und ganz kleinen Augen begann der heutige Sonntag. Ich war spät ins Bett gegangen, denn nach zwei Tassen Kaffee anlässlich lieben Besuches gestern Abend konnte ich nicht schlafen. MK hat mir zwei DVDs mitgebracht: „Batman Begins“ und „Garden State“. Neugierig war ich ja schon, wollte den Flattermann schon im Kino sehen. Gegen ein Uhr fuhr MK wieder nach Hause und ich legte den Film ein. Düster zeigt die Geschichte die Anfänge um die berühmte Fledermaus, mitgerissen und gefesselt selbst zu später Nacht blieb ich also lange wach.

Derweil verbrachte mein Schatz seine letzte Nacht in Frankreich. Erleichterung schon als ich gegen drei Uhr ins Bett krabbelte und ein gutes Gefühl, als ich morgens meine Augen aufschlug. Gemütlich war’s, allein die Vorstellung, dass er bei mir wäre. Lächelnd drehte ich mich noch einmal in meine Bettdecke ein und entschlummerte ein weiteres Mal.

Angenehm warm war es in meinem Schlafzimmer. Während die graue Luft vor meinem Fenster grau, trüb und zweifellos ungemütlich kalt war, konnte ich nahezu unbekleidet und völlig entspannt meine Bettdecke von mir strampeln und gähnend zum Fenster tapsen. Wie es sich für einen Sonntag gehört war es draußen still und ruhig, fast regungslos. Es schien, als wäre die ganze Stadt noch nicht aufgestanden.

Ich stellte eine Tasse Kakao in die Mikrowelle, schubste zwei Scheiben Brot in den Toaster und schaltete das Radio ein. Dido war anscheinend schon wach und bedankte sich für den schönsten Tag ihres Lebens.

Mein kurzer Vormittag plätscherte so ganz in Ruhe vor sich hin. Irgendwann stieg ich unter die Dusche und ließ heißes Wasser auf mich herunterregnen. Meine Bartstoppeln ließ ich ausnahmsweise mal da, wo sie waren – immerhin sieht mich heute sowieso niemand.

Auch der Nachmittag gab nicht viel her. Ich lümmelte mich auf mein blaues Sofa und sah mir einen Film aus meiner DVD-Sammlung an. ’A cause d’un garçon’ ist der Titel einer Coming-Out-Geschichte. Etwas anstrengend anzusehen, weil mein Französisch nicht so gut ist, dass ich auf die deutschen Untertitel verzichten könnte.

Am Abend klingelte dann mein Telefon. Gerd war wieder zu Hause und es tat irre gut, nach einer Woche seine Stimme zu hören. Wir erzählten einander, was unsere Woche so hergegeben hat und schon jetzt ist seine nächste Zeit für die Woche und möglicherweise für das kommende Wochenende ziemlich ausgebucht… Ich hoffe wir bekommen dennoch Gelegenheit, einander bald zu sehen.

 

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