Ein Haus in den Dünen

In der Küche stehen bereits die frischen Zutaten für das heutige Abendessen. Ein Topf Petersilie, Zwiebeln, Tomaten, daneben Salz und Pfeffer. Ein Stückchen weiter liegt das große schwarze Induktionsfeld, auf dem sämtliches Kochgeschirr Platz hätte. Rechts von der offenen Küche knackt Holz in den lodernden Flammen des Kamins, der für behagliche Wärme sorgt. Durch eines der vielen bodentiefen Sprossenfenster des Ess- und Wohnbereiches blicke ich auf die Dünen, die das Haus umgeben. Lange Gräser wiegen sich im Wind, der von der See ins Landesinnere strömt und Regenwolken verdecken den größten Teil des blauen Himmels. Sieben Grad, wärmer wird es da draußen heute nicht werden. Hier haben wir Ruhe und Zeit. Nur für uns. Den Alltag haben wir hinter uns gelassen, den Lärm unserer Stadt, die täglichen Pflichten, die kleine Wohnung.

Das Steinhaus mit dem noch hellen Reetdach wurde erst in diesem Jahr fertiggestellt und hat vor uns nur eine handvoll Mieter kennen gelernt und macht einen dementsprechend unverbrauchten Eindruck. Noch bis einschließlich Freitag können wir hier ausspannen, bevor wir am Samstagvormittag wieder zurück in die Marzipanstadt fahren.

 

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