Drei schwule Chinesen

Die letzten beiden Wochen habe ich größtenteils im Büro verbracht, wo ich an einem Projekt arbeitete. Den ersten großen Erfolg gab es gestern sozusagen in letzter Minute mit dem Abschluss des ersten grundlegenden Projektbestandteils.

Weil ich es wieder nicht geschafft hatte, „pünktlich“ aus dem Büro zu kommen, musste ich mich nach Feierabend beeilen, denn später war ich mit meinem Engel in Hamburg verabredet. Er hat Kinotickets gekauft und ich sollte ihn von der Arbeit abholen. Zuvor fuhr ich rasch zur Post, um das Buch abzuholen, das ich für Chris gekauft hatte. Es ist zum Glück in einem wirklich guten Zustand, so dass ich es ihm sorgenfrei „zurückgeben“ kann. Dann warf ich mich – zum ersten Mal in diesem Jahr – in Shorts und Shirt, suchte meine leichten Sommerschuhe und meinen Cordhut und machte mich auf den Weg.

Flugs befuhr ich mit meinem frisch betankten Auto (das übrigens am Dienstag seine erste Inspektion tapfer ertragen hat) die Autobahn nach Hamburg. Für einen vor-pfingstlichen Freitagabend verlief die Fahrt überraschend reibungslos. Nicht einmal im Zuge der 7-Kilometer-Baustelle gab es nennenswerte Behinderungen (jedenfalls nicht in meiner Fahrtrichtung). Und so erreichte ich die S-Bahn-Station „Landwehr“ (unseren neuen, zentrumsnäheren Zugangspunkt zur Hansestadt) um halb sechs, wo wenige Minuten darauf mein Engel aus dem roten S-Bahnzug stieg.

Es schloss sich eine kleine Irrfahrt an, denn mit dem Hamburger S-Bahnnetz kenne ich mich überhaupt nicht aus, und Teile der U-Bahnstrecke sind zur Zeit gesperrt. Und so legten wir letztlich den Weg vom Jungfernstieg an der Alster entlang bis zum Dammtor zu Fuß zurück. Das Wetter war zum Glück sehr angenehm, auch wenn die plötzliche Wärme des Tages in den frühen Abendstunden bereits verflogen war.

Das Kino war nur mäßig besucht. ‚Prince of Persia‘ kennen mein Engel und ich als Spiel von der PlayStation. Der Film ist nicht gerade sehr empfehlenswert. Technisch eher unterirdisch, die Schauspieler glanzlos und der Humor ein Versuch, wenigstens eine Emotion hervorzurufen. Ich gebe zu, es gibt schlechtere Filme, aber die drei schwulen Chinesen, die vor uns saßen, waren fast sehenswerter…

 

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