Der versäumte Geburtstag

Unsere Katze ist krank. Das klingt zwar irgendwie nicht nach nach einer adäquaten Entschuldigung. Aber als Becky ihren vierzigsten Geburtstag beging, fehlten wir. Unsere beiden Kater sind für uns nicht „nur“ Haustiere. Es sind unsere Babies (auch, wenn sie inzwischen neun Jahre als sind). Einem unserer Babies ging es am Vortag zu Beckys Party gar nicht gut. Im Zehn-Minuten-Takt kotzte er uns die Wohnung voll. Der kleine Körper wurde immer wieder von heftigen Beben erschüttert. So ging das die Nacht über, bis sich die Situation aus Erschöpfung zunächst erledigte. Am nächsten Morgen war erstmal alles wieder gut. Am späten Freitagnachmittag kam ich von der Arbeit. Dem kranken Kater standen dicke Tränen in den Augen, er hatte sich erneut übergeben. Als Engelchen heim kam, packten wir das Tier in einen Transportkorb und fuhren mit ihm zum Tierarzt. Die Ärztin war zwar nicht sehr nett, aber sie eröffnete uns zwei Möglichkeiten: eine Spritze gegen die Übelkeit und – wenn das morgen nicht besser ist – Narkose zwecks weiterer Untersuchung. Letzten Endes stellte sich heraus, dass er sich an einer unserer Pflanzen den Magen verdorben hatte. Aber ohne Narkose kann man ihn eben nicht gründlich untersuchen. Becky musste ihren Geburtstag ohne uns feiern, denn einen Kater, der aus der Narkose erwacht, lässt man nicht allein.

Inzwischen geht es ihm wieder gut. Er ist wieder so frech, wie ein neunjähriger Kater nur sein kann und die böse Pflanze (die schon seit Jahren bei uns stand), ist entsorgt.

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