Der Mini-Besuch

Ich hielt es für eine gute Idee, meinen Urlaub dazu zu nutzen, das Miniaturwunderland in Hamburg mal außerhalb des Wochenendes zu besuchen. Die Modellausstellung in der alten Speicherstadt ist so beliebt, dass man wochenends kaum Platz oder Ruhe hat, um sich die liebevolle Anlage ganz genau ansehen zu können. Zu diesem Anlass machten Engelchen und ich uns am Freitag auf den Weg in die große Hansestadt, die wir schon seit ein paar Monaten nicht mehr betreten hatten. An der U-Bahn-Station Baumwall stiegen wir aus und gingen den kleinen Rest zu Fuß zum Speicher. Schlange stehen mussten wir nicht. Rein kamen wir allerdings auch nicht so richtig. Vor dem Eingang zur Kasse wurden wir abgefangen. „Haben Sie reserviert?“ Hm. Wieso denn reserviert? Wir haben noch nie reserviert… Wir wurden zusammen mit rund zehn weiteren Spontan-Besuchern in einen kleinen Raum geführt. An der Stirnseite hingen drei große Bildschirme, an den Rändern standen Stühle. Ist das hier ein Wartebereich? Die Türen schlossen sich und ein Angestellter erklärte uns, dass die Ausstellung bereits ausverkauft sei. Wir könnten entweder in den Abendstunden wiederkommen und es noch einmal versuchen oder für einen anderen Tag Tickets reservieren.

Ach schade. Damit hatte ich nicht gerechnet. Die Abendstunden waren noch ziemlich weit weg, und so beschlossen wir, einfach durch die HafenCity zu schlendern, die sich direkt an die Speicherstadt anschließt, vielleicht noch durch die Innenstadt zu bummeln und in der nächsten Woche wiederzukommen.

In der HafenCity halte ich mich immer besonders gern auf. Wie jedesmal war ich auch diesmal auf die Baufortschritte gespannt. Die Elbphilharmonie hat inzwischen ihr mittleres Dachstück erhalten und sieht damit – zumindest von außen – vollständig aus. Ansonsten tut sich im vorderen Abschnitt natürlich nicht mehr viel, die Gebäude sind hier ja bereits fertig. Direkt im Anschluss, im Überseequartier, gehen die Bauarbeiten anscheinend nur langsam voran, auch wenn mit dem Cinnamon Tower immerhin ein neues Gebäude in den Himmel gewachsen ist.

Cinnamon_Tower_HafenCity_Hamburg_Ueberseeboulevard
Cinnamon Tower (Mitte) – Das Gebäude wirkt nur aufgrund der Baugerüst-Bespannung blau. Es ist das höchste und schmalste Wohngebäude am Überseeboulevard.

Der starke Nordwest-Wind und der Umstand, dass mein Freund noch nicht wieder so richtig gut zu Fuß ist, kürzte unseren Besuch an dieser Stelle ab. Wir steuerten auf die nächste U-Bahn-Station zu und erhaschten von dort aus immerhin noch einen entfernten Blick auf die neue Universität, die im Beitragskopf zu sehen ist.

Nächste Woche haben wir auf jeden Fall Tickets reserviert und mit etwas Glück auch besseres Wetter…

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