Der Frühling hat’s eilig

Es ist erst zwei oder vielleicht drei Wochen her, dass ich bei minus acht Grad von der Marzipan- in die Landeshauptstadt gefahren bin. Schneeberge zierten die Straßenränder und Seen wie Flüsse waren von einer dicken Eisschicht überzogen. Das ist jetzt vorbei. Seit einer Woche herrschen zweistellige Temperaturen und die Sonne gibt ihr bestes. Die Winterjacke ist in der hintersten Schrankecke verstaut. Mütze, Schal und Handschuhe sind in der Winterkiste verschwunden. Seit zwei Tagen ist auch endlich mein weißes Fahrrad mit einem neuen Hinterreifen versehen, so dass sich mein Arbeitsweg wieder um 20 Minuten reduziert hat. Und so radele ich morgens, wenn die Sonne bereits ihre Kraft entfaltet, am Stadtpark vorbei, der zur Zeit wieder von tausenden Krokusblüten beherrscht wird. Junge Bienen hüpfen von gelben zu lilafarbenen zu weißen Blütenkelchen und Vögel balzen in den knospenden Baumkronen um die Wette. Heute Abend ist starker Regenfall vorhergesagt, der dem Blütenmeer vielleicht ebenso schnell den Garaus macht, wie es aus dem Boden geschossen ist. Der Frühling hat es diesem Jahr besonders eilig…

Krokusblüte

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