Der erste Schnee

Als ich heute früh meine Ohren öffnete, hörte ich von der Straße den typischen Lärm einer nassen Straße unter vorbeirauschenden Autoreifen. Es schiffte wie aus Kübeln und so drehte ich mich lieber noch einmal um, kuschelte mich an meinen Engel und wünschte mir, es wäre Samstag…

Nicht viel später öffnete ich die Tür zu meinem Büro. Tropfnass pellte ich mich aus meinen grünen Gummistiefeln und der Regenkleidung. Neu im Team ist seit Montag ein Kollege aus dem Erzgebirge, der uns für die Dauer unseres Projektes Gesellschaft leistet. Er meinte, es sähe nach Schnee aus, heute würd’s bestimmt noch schneien. Ich klärte ihn darüber auf, dass hier der Schneefall nicht vor Januar oder gar Februar zu erwarten ist – wir sind ja schließlich nicht im Erzgebirge.

Keine zehn Minuten später rieselten dicke fette Schneeflocken aus dem grauen Himmel und ließen mich ziemlich blöd dastehen…

Als es gegen Mittag immer noch schneite und trotz des nächtlichen Regens die umliegenden Dächer allmählich weiß wurden, schickte ich zwei SMS in die Heimat, um mich nach den örtlichen Wetterverhältnissen zu erkundigen. Fehlanzeige, in der Stadt mit den Hochhäusern war von Schnee keine Spur. Meine Mum schrieb: „Hier regnet’s, wo seid IHR denn??“

04 11 09

Schneekater

Erst am Nachmittag ließ der Schneefall über der Marzipanstadt allmählich nach und ging in leichten Sprühregen über. Wieder zu Hause ließ ich abends die Kater auf den Balkon. Natürlich hat sich nur der weiße getraut, fand den kalten Schnee unter den Pfoten dann aber doch irgendwie nervig…

 

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