Das Leuchtturmprojekt

Auf unserer letzten Tour nach Hvide Sande hatten wir einfach vergessen, den Leuchtturm zu besichtigen. So schrecklich weit weg ist der Ort ja nicht (im Vergleich zu Skagen…), also wagten wir einen zweiten Versuch. Wir fuhren wieder vorbei an den inzwischen bestens bekannten Antik-Läden und den zahlreichen Mais- und Getreidefeldern, an den Nadelwäldchen und durch diverse Kreisverkehre.

Nymindegab. Malerisch – und militärisch.

Auf dem Weg nach Hvide Sande entdeckten wir einen Strandaufgang in den Dünen und einen Parkplatz direkt davor. Kurzentschlossen stellten wir das Fahrzeug ab. Aber noch bevor wir die Dünen erreichten, stießen wir auf ein Schild, dass uns den Zutritt verwehrte. Militärübungen gibt es offenbar auch in diesem Land. Und tatsächlich erspähten wir ein paar hundert Meter weiter eine Truppe dänischer Soldaten in den Dünen. Da wir unser Leben nicht einer königlichen Militärübung opfern wollten, trollten wir uns und erreichten bald darauf den Leuchtturm, von dem mir Freunde schon erzählt hatten. Der weiße Turm vor dem blauen Himmel mitten in den Dünen sieht sehr malerisch aus und war uns gleich ein paar mehr Photos wert. Blöd nur, dass direkt daneben ein großer Kran stand – und blöd, dass aufgrund der Kranarbeiten der Zutritt zum Turm verwehrt wurde!

Etwas geknickt beschlossen wir, zum Strand zu gehen und durchstreiften die Trampelwege durch die Dünen. Am Strand war kaum etwas los. Also wagte ich es, mich meiner Kleider zu entledigen und kurz in die Fluten zu hüpfen… Kalt-kalt-kalt!!! Am Strand wärmte ich mich wieder auf und ließ mich von der Sonne trocknen, ehe wir bekleidet den Rückweg antraten. Wir bemerkten, dass inzwischen der Kran verschwunden war und starteten einen neuen Versuch, den Turm zu erklimmen. Glück gehabt, wir konnten passieren. Wir stiegen die Holzstufen zum Turm hinauf – und stellten dann enttäuscht fest, dass die Besuchzeit gerade beendet war. Der Leuchtturmwärter verschloss die Tür vor unseren Augen. Mist!

Der Leuchtturm von Hvide Sande.

Etwas gefrustet angesichts des sich wiederholenden Misserfolges kehrten wir zum Ferienhaus zurück. Die „Siedler von Catan“ beschäftigten uns dann ersatzweise bis zum Schlafengehen.

 

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