Buntes

Feierabend. Den Stress des Tages abschütteln und einfach die Füße baumeln lassen. Das tut gut. Der Tag hatte es in sich…

Mein Wecker hatte gerade den zweiten Versuch unternommen, mich aus dem Bett zu schubsen. Noch einmal umdrehen, die Arme um meinen Engel legen und fünfzehn Minuten Nähe genießen. In solchen Momenten vergehen fünfzehn Minuten wie fünfzehn Sekunden. Nach dem dritten Anlauf gab ich nach und schwang mich müde aus dem Bett. Es sieht chaotisch aus im Schlafzimmer… Hunderttausend Klamotten liegen verstreut herum – im Wäschekorb, auf dem Bügelbrett, auf und unter dem Wäscheständer. Die meisten davon warten darauf, in den Schrank gelegt zu werden…

Müde schleppte ich mich ins Bad und kniff die Augen zusammen, als ich das Licht einschaltete. Natürlich waren wir wieder spät dran, so wie jeden Morgen. Ein Hemd musste noch fix gebügelt, frische Socken aus dem Klamottenstapel gefischt und eine passende und am besten schon gebundene Krawatte musste gefunden werden. Nebenher schnell zwei Toasts in den Toaster und einen Eiskaffee schlürfen. Zähne putzen, Gel ins Haar, Tasche und Engel schnappen und auf geht’s in den Stadtverkehr. Kurz darauf vom Engel verabschieden und weiter zu meiner Arbeit.

Betty ist krank. Ihr wird ein Weisheitszahn herausoperiert und das legt sie für die ganze Woche lahm. Danach folgt eine Woche Urlaub. Für Lacarian bedeutet das: Zu meinem Riesenstapel Arbeit kommt nun noch Bettys Riesenstapel Arbeit… Nach zwei Kundengesprächen habe ich mich heute zurückgezogen, Stapel gesichtet und begonnen sie abzutragen. Am Abend war zwar kaum eine Veränderung zu erkennen, aber ich habe doch einiges geschafft. Morgen geht’s weiter – wenn nichts dazwischen kommt…

Mein Engel ist heute irgendwie abwesend, obwohl er direkt neben mir sitzt. Werd ihn gleich mal knuddeln, damit er mal lächelt. Ansonsten ist der Tag auch schon ziemlich gelaufen. Der Wocheneinkauf ist erledigt, zum Kochen bin wiederum ich zu erledigt. Das war der Tag heute. Zum Glück gibt es morgen einen neuen…

 

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