Besuch im Möbelhaus

Eigentlich war es ein Missverständnis, das für einen Besuch in gerade diesem Möbelhaus sorgte. Während mein Freund in einem Möbelhaus in Neumünster nach Yankee-Candles schauen wollte, dachte ich, er meinte das in Hamburg-Barsbüttel. Wo wir schon mal da waren, konnten wir aber ja auch reingehen. Yankee-Candles fanden wir dort aber nicht (hatten wir ja auch nicht erwartet).

Wir sind ja leidenschaftliche Kunden des größten schwedischen Möbelhauses. Dieser Leidenschaft konnte das deutsche Möbelhaus nicht mal im Ansatz gefährlich werden. Die Verkaufsflächen sind unheimlich überladen. Viel kleinteiliger Klimbim schon beim Hereinkommen machte es unmöglich, einen roten Faden aufzunehmen. Das Möbelhaus ist riesig, einen Wegweiser mussten wir allerdings suchen. Und selbst danach irrten wir eher orientierungslos durch das gefühlt chaotische Sortiment. Essgeschirr, das direkt neben Betten ausgestellt wird, eine Leuchtenabteilung, in der man eine Sonnenbrille braucht, weil man vor lauter grellem Licht die Leuchten nicht mehr wahrnimmt, Kochtöpfe, die den Weg durch die Bilderabteilung säumen – also Struktur geht wirklich anders.

Obwohl wir in Shoppinglaune waren (wie in jedem Urlaub), verließen wir das Geschäft mit leeren Händen. Einziger Pluspunkt an diesem Tag war das Personal – Männlein wie Weiblein, von dem wir wahrgenommen und sogar freundlich angelächelt wurden. Ein Luxus, den sich das schwedische Pendant letzthin seltener leistet.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*