Augenwischerei

von wegen freitag der 13… samstag der 14. scheint mein pechtag zu sein! eigentlich war heute grillen mit zwei freunden angesagt, aber daraus wurde aus zweierlei gründen rein gar nichts. erstens spielt uns das wetter einen streich, denn das angekündigt sonnige wochenende kommt mit regen und wind trübsinnig grau daher.

und zweitens brauchte ich meine beiden freunde, um zu einem arzt zu kommen, denn am späten nachmittag bekam ich plötzlich irgendetwas ins linke auge. ich war gerade im supermarkt, als mich das grässlich schleifende gefühl eines fremdkörpers hinter dem linken augenlid außer gefecht setzte. ich stand wohl eine halbe ewigkeit am kühlregal und versuchte, was auch immer im auge loszuwerden. so etwas kann einen wahnsinnig machen. es half alles nichts. ich packte meine einkäufe, zahlte und lief zurück nach hause. ich hielt mein auge unter fließendes wasser, tauchte meinen kopf darunter, doch auch eine stunde später konnte ich die ursache für den inzwischen kaum mehr erträglichen schmerz nicht beseitigen. ich rief meine freunde an und kurz darauf waren wir auf dem weg ins krankenhaus. unterwegs kam uns ein rettungswagen mit blaulicht entgegengeeilt – natürlich nicht für mich.
die dame bei der notfallambulanz meinte, wir müssten sehr viel wartezeit mitbringen, was sich zum glück als trugschluss herausstellte, denn schon fünf minuten später wurde ich aufgerufen und kam in ein behandlungszimmer, wo eine frau doktor sowieso zur assistentin meinte, sie hätte nicht viel zeit, weil sie wegen eines verkehrsunfalls im op gebraucht würde. ich sollte mich dennoch hinlegen. sie zog sich handschuhe an und kam mit einer pinzette und einem tuch – es war wirklich unangenehm. in der eile konnte sie nichts entdecken und verwies mich an den diensthabenden augenarzt ein paar orte weiter. wir machten uns also auf den weg dorthin.

war leicht zu finden und der doc war sehr freundlich. er untersuchte mein auge sehr vorsichtig und professionell mittels einer apparatur. unerwarteterweise war hier von unannehmlichkeiten keine spur, nicht einmal, als er mein augenlid hochklappte um das gewebe darunter zu untersuchen. dann träufelte er mir eine flüssigkeit aufs auge, das die reflexe hemmen und die empfindlichkeit betäuben sollte. es wirkte nach wenigen sekunden und nun konnte er tun was er wollte, es störte mein auge nicht. unter ein paar „mhmms“ und „jaaas“ reinigte er das auge. er bedauerte, dass er keinen richtigen fremdkörper finden konnte, vermutlich sei der bereits weg. dass einer da gewesen sein muss erkannte er an der beschaffenheit meiner hornhaut… er verglich sie mit einer schlittschuhbahn, weil sie ganz fürchterlich zerkratzt ist.

es war ein tolles gefühl, denn ich spürte keinen schmerz mehr – leider lag das nur an der betäubung, die nach worten des docs in etwa einer halben stunde vorbei wäre.

inzwischen bin ich um 20 euro ärmer und die betäubung ist vorbei. ich spüre zwar, dass der fremdkörper wohl fort ist, aber der schaden auf der hornhaut schmerzt. ich bin zu hause, habe den restlichen abend abgesagt und werde mich jetzt schlafen legen – nachdem ich mein auge mit einer salbe behandelt habe. na denn: gute nacht.

 

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