aufgewacht

Jetzt bin ich aufgewacht, und leider war es kein Albtraum. Es ist immer noch düster draußen und die paar Lampen an der Straße scheinen viel weniger zu leuchten als sonst.

Ich kann seine Gründe nachvollziehen. Die derzeitige Konstellation aus Privatleben, Karriere und heimlicher schwuler Beziehung kostet ihn mehr Kraft, als er aufbringen kann. Ich wünschte nur, er hätte sich für die richtige Konstellation entschieden.

Und ich? Sitze hier am Rechner und warte auf die Fahrgemeinschaft zur Akademie. Ein paar Zusammenbrüche gestern Abend, kein Alkohol und unfähig, ein Telefonat zu führen. Ich versuche dem Schmerz standzuhalten, aber die Dämme sind aufgeweicht und brechen immer wieder durch. Ich will es nicht, ich will nicht wieder so zu Boden gehen wie beim letzten Mal. Ich konzentriere mich, versuche das Positive daran zu sehen, aber – komisch – es gelingt mir nicht.

Als ich erwähnte, dass mein neues Lebensjahr schwierig werden würde, war ich nicht darauf vorbereitet, dass es so schnell so schwierig wird.

 

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