Am Ende ist alles gut

Heute Morgen hatte ich einen Traum. Ich erinnere mich nur noch an die letzten Minuten, in denen ich meinen Schreibtisch aufräumte, meine halbfertigen Arbeiten in den Schrank sperrte und nach einem langen Arbeitstag endlich Feierabend hatte. Direkt nach diesem süßen Gedanken klingelte mein Wecker.

Hab ich erwähnt, dass ich Urlaub hatte? Und dass ich seit zwei Wochen bereits wieder arbeite? Es ist in der Zwischenzeit ein bisschen was passiert, von dem ich aber gar nicht alles aufschreiben möchte. Träume werden auf die lange Bank geschoben, die Familie wird wichtiger. Ach, das klingt dramatisch, ist es aber nicht. Die letzten Wochen kosteten einfach viel Energie, auch bei der Arbeit. Da bin ich abends froh, wenn ich von der Couch direkt ins Bett plumpsen und den Tag zurücklassen kann.

Den Christopher-Street-Day in Hamburg haben wir mangels jeglicher Energie sausen lassen und waren heilfroh über einen außerplanmäßig komplett freien Samstag, an dem wir uns um nichts und niemanden kümmern mussten. Das Telefon wurde mundtot gemacht, die Jalousien blieben unten – einen Tag ohne alles, bitte!

Wer bei mir regelmäßig liest, der hat in den letzten Wochen wieder einmal festgestellt, dass es meinem Blog an Regelmäßigkeit mangelt. Das ist grundsätzlich ja kein Problem, ich hab eben nicht jeden Tag etwas zu erzählen. Die jüngste Durststrecke geht allerdings auf Apples Kosten. Wie das? Mit meinem Tablet-PC kann ich mittlerweile so ziemlich alles abdecken, was an täglichem Web-Surfing so anfällt. Von Finanzen über E-Mails bis hin zu Nachrichten aus aller Welt, den neuesten YouTube-Clips und dem Lesen meiner Blogstars kann ich alles vom Büro oder der heimischen Couch aus erledigen, ohne dafür mein Computermonster im Arbeitszimmer hochfahren zu müssen.

Nur bloggen, das geht einfach einfacher auf dem großen Rechner – jedenfalls, wenn es ein bisschen nach was aussehen soll. Und weil der in letzter Zeit selten eingeschaltet wird, bleibt auch die Blog-Küche von Zeit zu Zeit kalt.

So. Von allem ein bisschen heute. Ich werd‘ mich schon bald wieder mit meinem dicken Buch ins Bettchen verziehen, links und rechts einen Kater und mich tierisch darüber freuen, dass morgen Freitag ist.

Ach, einen Filmtipp wollt ich ja noch loswerden. Vor zwei Tagen sahen Engelchen und ich uns „Best Exotic Marigold Hotel“ an. Ich war zugegeben ein wenig skeptisch, das Cover gefiel mir nicht und der Titel ist nicht sehr einprägsam. Ich hab mich dennoch überreden lassen und bin im Nachhinein froh drum, denn der Film gehört zu den wirklich besten, die ich in letzter Zeit gesehen habe! Nur ganz kurz, worum es geht:
Sieben in die Jahre gekommene Briten reisen unabhängig voneinander, einander unbekannt und aus den unterschiedlichsten Gründen nach Indien und checken im „Best Exotic Marigold Hotel“ ein. Sie sind ziemlich erschüttert, weil das Hotel in natura so gar nicht wie im Hochglanzprospekt aussieht. Erst allmählich und mithilfe des umwerfenden Charmes des jungen (und zum Schreien komischen) Hotelmanagers Sonny gelingt es den Damen und Herren, die Schönheit und die Geheimnisse des Hotels und ihres eigenen Lebens zu entdecken. Ein anrührender, witziger und liebevoller Feelgood-Film, den ich reinen Herzens empfehlen kann.

 

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