Abendgedanken

Ich blicke hinaus in die Dunkelheit und sehe mein Spiegelbild in der Fensterscheibe. In der Ferne funkeln kleine Scheinwerfer von Autos, die stumm auf der Bundesstraße durch die Nacht fahren. Nicht weit von hier, hinter den großen Bäumen, die bei Tag rote und gelbe Blätter tragen, leuchtet ein Fußballfeld im diesigen Schein der Flutlichter und von Zeit zu Zeit weht ein Johlen der Spieler herüber. Mit gerade mal halb neun ist der Abend noch jung, dennoch ist es dunkel hinter den meisten Fenstern der umliegenden Häuser, deren Bewohner jetzt bei einer Tasse Tee auf dem Sofa ein gutes Buch lesen und sich dabei in eine flauschige Wolldecke hüllen oder die zusammen mit der ganzen Familie vor dem Fernseher sitzen. Sterne sind heute nicht zu sehen und auch der Halbmond verbirgt sich hinter der Wolkendecke. Wie wohl die Wolken bei nächtlichem Mondschein von oben aussehen?

Viel Verkehr, schreibt mein Schatz, gibt es auf der Strecke von der Messe nach Hause. Spät soll es werden, nach Mitternacht und dann nur noch ins Bett. Etwas Schlaf nachholen könnte sicher nicht schaden nach so anstrengenden Messetagen. Lauferei, auf den Beinen von morgens bis abends, Lärm und immer hübsch lächeln, das schlaucht. Doch morgen hat das Warten wieder mal ein Ende. Nach meinem Unterricht und seinem Vormittagsprogramm haben wir uns wieder. Ich freue mich schon darauf, kann seine Umarmung schon fast spüren. Freitagabend und er ist zum Greifen nah! Mit dem restlichen Schwung unserer letzten Begegnung hinein ins neue Wochenende!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*