Ab mit dem Kopf!

Wenn die Herz-Königin mal wieder jemanden den Kopf kostet, ist sie übel gelaunt. Und eigentlich ist sie das immer. Wir waren schon wieder im Kino (müssen wohl die Durststrecke der letzten Monate kompensieren). „Alice im Wunderland“ ist eine Geschichte, die ich schon seit meiner Kindheit kenne (so, wie vermutlich die meisten). Heute Abend kam sie in einer Aufmachung von Tim Burton daher, dem amtierenden Meister der skurrilen Kuriositäten. Leider, leider lief der Film im Marzipan-Kino nicht in 3D (wie doch die Ansprüche wachsen…). Umgehauen hat er uns alsdann auch nicht, geschweige denn uns zu Sprachlosigkeit hingerissen. Wie für Burton üblich, ist der Film stilistisch auf die künstlerische Spitze getrieben, eine gehörige Portion „Spleen“ vermischt mit fein säuberlich hergerichtetem Bühnenbild und natürlich ein ganzer Wald von Burton-Bäumen.

Auf Seiten der Schauspieler gab es keine Überraschungen. Burton-Gattin Helena als „Die Herz-Königin“ war ebenso von der Partie wie Burton-Chamäleon Johnny als „Der Hutmacher“. Auch musikalisch ging er kein Risiko ein und griff auf seinen bewährten Hofkomponisten Elfman zurück. Die bislang unbekannte Darstellerin der „Alice“, Mia Wasikowska, erinnerte an Gwyneth Paltrow.

Insgesamt ein gewollt überzeichneter Film mit einer bekannten Story und einer glänzenden Helena Bonham Carter. Unser Urteil: Einmal ansehen und dann: Ab mit dem Kopf!

 

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